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Ortsjubiläum


825 Jahre Kneblinghausen
„Wer Flügel hat, der braucht Wurzeln“
Den 825. Geburtstag feierte Kneblinghausen am 23. und 24. August 2008. Zum Festakt des Heimatabends konnte Ortsvorsteher Friedhelm Thomas über 300 Gäste in der Schützenhalle begrüßen. Unter den Festgästen waren auch zahlreiche ehemalige Kneblinghauser und Ehrengäste.
Thomas: „ Der heutige Tag ist für Kneblinghausen ein besonderer Tag, weil wir heute und morgen unseren 825. Geburtstag feiern. Vor 825 Jahren, im Jahr 1183 bescheinigte Papst Lucius III dem Kloster Abdinghof in Paderborn seinen reichen Grundbesitz. In der Papsturkunde, die im Jahr 1980 von Ulrich Grun im Staatsarchiv Münster entdeckt wurde, ist der Ort Cniulinghusen erwähnt, ohne Zweifel die damalige Namensform unseres heutigen Kneblinghausen“.

Vielleicht sei Kneblinghausen ja doch schon älter, meinte Thomas mit Blick auf die Varusschlacht und das Römerlager. Wir wissen zwar, dass die Legionen von Kaiser Augustus, allen voran sein bester Mann Quintilius Varus, irgendwo zwischen Weser und Rhein in einen Hinterhalt der Germanen kamen und verlustreich geschlagen wurden. Wir wissen aber nicht, welche Rolle das Römerlager Kneblinghausen dabei spielte.

Aufrichtig bedankte sich der Ortsvorsteher bei allen ortsansässigen Vereinen, die dieses Jubiläum mit vorbereitet haben. Thomas abschließend: „Ich möchte Sie alle bitten, aktiv und über unsere Dorfgemeinschaft hinaus an einer guten Zukunft mitzuwirken, damit es für die nachfolgenden Generationen in unserem Vaterland eine lebenswerte Zukunft gibt, in der Frieden und Freiheit einen festen Platz in der Gesellschaft haben. Packen wir’s an. Gemeinsam und geschlossen. Für die Zukunft unseres Dorfes. Aus Liebe zu Kneblinghausen.“

Festredner Monsignore Prof. Dr. Konrad Schmidt stellte in einer großartigen Festrede klar, Heimat sei mehr als ein Ort. „ Wer Flügel hat, braucht Wurzeln“ meinte er angesichts der Globalisierung – und gerade darum müsse es Heimatpflege geben. Heimat bedeute Geborgenheit in einer überschaubaren Welt. Heimat umschreibt den Zusammenhang von räumlicher und sozialer Nähe, von Identität und Lebensraum, von Biographie und Herkunft, von verlorenem Paradies und ersehnter Utopie.

Bürgermeister Rudolf Schieren überbrachte ebenso Glückwünsche wie die Landrätin des Kreises Soest, Eva Irrgang und Hubert Kleff MdL sowie die Ortsvorsteher Hans -.Peter Oesterhoff aus Meiste, Gerhard Helle aus Siddinghausen und Rudi Bauer aus Scharfenberg. Umrahmt wurde der Festakt vom Männergesangverein Siddinghausen und der Musikkapelle Suttrop.

Der Sonntag morgen begann mit einer beeindruckenden Feldmesse auf dem ehemaligen Schulhof, zelebriert von Pastor Dieter Moors. Gemeinsam mit den Vereinen aus den beiden Nachbarorten Meiste und Siddinghausen wurde am Ehrenmal der verstorbenen und vermissten Kneblinghauser gedacht.

Pater Reinhard Kellerhoff und Pater Ulrich Dünschede, Söhne des Dorfes, forderten am Ehrenmal dazu auf, die Stimme für Frieden, Toleranz und Ausgleich unter den Menschen zu erheben. „ Weil die Toten schweigen, beginnt all das Leid immer von vorne. Könnten die Toten ihre Stimme erheben, dann würden sie sagen: „ Auch sie seien junge Menschen voller Pläne, Hoffnungen und Wünsche gewesen, hätten wir nur Frieden gehabt“.

In der Schützenhalle angekommen, stand das gemütliche Beisammensein im Vordergrund. Nach dem gemeinsamen Mittagessen stand die Besichtigung der von Heribert Schlüter erstellten Fotoausstellung „ Kneblinghausen im Wandel der Zeit „ auf dem Programm.

Nach dem Platzkonzert, einer großen Tombola, einer Ausstellung der Landfrauen
„ vom Saatkorn auf den Tisch “ war die Cafeteria mit über dreißig gestifteten Torten und frischen Waffeln dicht umlagert. Während die Kinder die Hüpfburg belagerten oder sich im Basteln oder Malen übten, verkauften die Jugendlichen des Dorfes die Festschrift zum Jubiläum.

Beim Ausklang des Dorfjubiläums am frühen Sonntag Abend äußerten sich alle Festgäste überaus zufrieden mit dem Verlauf des Festes.