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Baumkalender

Bäume gibt es mehr als 300 Mio. Jahre auf der Erde. Noch heute profitieren wir von den Riesen der Steinkohlezeit. Unsere fossilen Brennstoffe sind die nicht abgebauten Reste dieser Bäume.
Beim Wachstum eines Baumes entwickelt sich zunächst ein hoch aufgerichteter, erst in großer Höhe verästelnder Stamm, der vor allem im Freistand zu einer sperrigen Krone werden kann. Das Dickenwachstum hört nie völlig auf, weshalb vor allem solitär stehende Bäume enorme Stärken erreichen können.
Wie Glieder des menschlichen Körpers sind Blüten, Früchte, Blätter oder Nadeln, Stamm und Wurzeln Teile des Baumes und wichtig für sein Gedeihen.
Die Wurzeln reichen im Boden gewöhnlich etwa so weit wie seine Äste ausladen.


Januar   "Frischen Busch" steht über dem Hessenhohl südlich von Kneblinghausen. Aus einem uralten Wurzelstock hervorgewachsen, bilden sieben Rotbuchenstämme vereint eine bizarre Erscheinung. Mit einem geschätzten Alter von knapp 100 Jahren und einem Kronendurchmesser von ca. 400 qm leisten selbst diese seltsam verwachsenen Rotbuchen einen Beitrag für die Umwelt. Mensch und Tier profitieren von den biochemischen Vorgängen der Blätter, die bei der Fotosynthese alljährlich schädliche Kohlenstoffe binden und notwendigen Sauerstoff produzieren. Grob geschätzt reicht diese Sauerstoffmenge aus, um mehr als 30 Menschen am Tag mit Atemluft zu versorgen. Dieses Naturdenkmal hat Jahrzehnte lang Schadstoffe - die der Mensch in Übermaß aus Schornstein oder Verkehr erzeugt - weggefiltert, wie etwa Schwefel, Stickstoff, Ozon oder Staub. Darüber hinaus produziert dieser "Busch" Holz, liefert Früchte und ist somit Nahrungsquelle für zahlreiche Tiere, Vögel und Insekten.  
Februar  „Junkern Linden“ stehen an der Kreisstraße 45 Richtung Meiste auf der westlichen Seite. Die beiden vermutlich um 1880 gepflanzten Sommerlinden umrahmen ein Holzkreuz, das im Jahre 1998 erneuert wurde. Eine der beiden Linden hat einen Brusthöhenumfang von ca. 3,60 Metern, die andere von ca. 3,15 Meter.
Die Borke der Linde ist rissig. Sie hat sehr weiches Holz und wird deshalb auch gern für Schnitzarbeiten verwendet. Auch bei den Germanen hatten Linden eine herausragende Bedeutung. Die Sommerlinde war im Jahr 1991 als Baum des Jahres ausgezeichnet. 
März   „Remmers Linde“ in der Heide
steht an dem Weg "Auf dem Scheiten" zwischen Kneblinghausen und Meiste. An dem Grundstück Dünschede (Remmers) steht ein Steinkreuz mit einem Korpus. Es wird überschattet von einer Sommerlinde, die etwa Anfang der 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gepflanzt wurde. Die Linde hat in Brusthöhe einen Umfang von 3,53 m und ist ca. 17,50 m hoch.
Wie dieser Baum stehen Linden in Westfalen häufig an Wegen in der freien Landschaft und wurden als Begleitbaum oder -bäume für einen Bildstock oder ein Wegekreuz gepflanzt. Die Linden wurden gesetzt, um schon weit sichtbar auf einen Bildstock oder ein Wegekreuz aufmerksam zu machen.  
April   "Fichte im Romecketal" Die Fichte ist die häufigste Baumart in Deutschland. Sie ist der Brotbaum der Forstwirtschaft. Ausschlaggebend ist der gerade Wuchs, das rasche Wachstum, die geringen Ansprüche an den Standort und die gute Verwendbarkeit des Holzes. Die Fichte liebt jedoch eher kühle Lagen, wie z. B. die Bergregionen. Fichten sind immergrüne und einstämmige Bäume. Sie erreichen in der Regel Wuchshöhen von 20 bis 40 Meter. Fichten sind Flachwurzler. (SDW)
Diese markante Fichte steht im unteren Romecketal ca. 250 m östlich der Kreisstraße 45. Sie ist etwa 33 m hoch, hat einen Umfang in Brusthöhe von 4,10 m und einen Durchmesser von 1,50 m. Diese Fichte hat eine Holzmasse von rund 25 fm. Sie ist ca. 140 Jahre alt.  
Mai   "Dierkes Kastanie" Hinter den Zäunen
In Europa wird die "Gewöhnliche Rosskastanie" verbreitet als Park- und Alleebaum angepflanzt. Sie stammt ursprünglich vom Balkan (Heimat Nordgriechenland).
Sie zählt zu den Flachwurzlern. Der Stamm ist stets nach rechts drehwüchsig. Die Blütezeit reicht je nach Witterung von April/Mai bis in den Juni. Die Blüten sind meistens männlich, einzelne weiblich, in großen aufrechten Kerzen.
Die Kastanie hinter den Zäunen hat einen Stammumfang in Brusthöhe von 270 cm und eine Höhe von ca. 15 m.  
Juni   „Ettinger Linde“
Die Linde an der Zuwegung zum Ettingerhof steht an der Kreuzung westlich des Betriebes "Meister Werke". Sie hat einen Umfang in Brusthöhe von 3,25 m und eine Höhe ca. 18 Metern.
Die Blüten der Linden sind zwitterig, weingelb und wohlriechend und befinden sich in fünf bis elf meist hängenden Fruchtdolden. Die Blütezeit ist Juni bis Juli.
Von Imkern werden Linden während der Blüte als Bienenweide besonders geschätzt, da die Bienen aus dem Nektar der Linde beachtliche Mengen an Lindenblütenhonig produzieren können. Lindenblütenhonig hat das typische Lindenaroma, ist von hellgelber bis grünlichgelber Farbe. Getrocknete Lindenblüten ergeben einen Heiltee, der beruhigend auf die Nerven wirkt. Bei Erkältungen hilft er durch seine schweißtreibende und den Hustenreiz lindernde Wirkung (Wikipedia). 
Juli   „Linden am Bildstock zur Sunder“
Am Weg "Zur Sunder" steht eine Linde, der wohl älteste Baum des Dorfes Kneblinghausen. Er steht heute neben dem Bildstock der "hl. Margaretha", die u. a. die Schutzheilige der Bauern ist. Vor etwa 25 Jahren wurde dieser Baum durch einen Sturm stark beschädigt. Die Linde hat einen Umfang im Brusthöhe von 4,60 m und eine Höhe von ca. 19 m.
Der Bildstock wurde im Jahr 1770 von den Vorfahren von "Röpers Hof" aus Kneblinghausen errichtet. Ursprünglich stand er unmittelbar vor der Linde, so dass davon auszugehen ist, dass diese Linde mit Errichtung des Bildstockes gepflanzt wurde. In den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts kam der Bildstock nach Oelde. Er wurde aber von den Dorfbewohnern im Jahr 2002 wiedergeholt und im Folgejahr westlich der alten Linde parallel des Weges wieder aufgestellt. Außerdem wurde eine weitere junge Linde daneben gesetzt. Diese beiden Bäume rahmen jetzt gemeinsam mit einer dahinterliegenden Hecke den alten Bildstock ein.  
August  "Försters Linden"
Beim ehem. Forsthaus in Kneblinghausen am Weg "Zur Sunder" stehen zwei alte Linden. Die größere Linde hat in Brusthöhe einen Umfang von 5,20 m und ist damit wohl der stärkste Baum in Kneblinghausen. Sie hat eine Höhe von ca. 21 m. Obwohl eine der beiden Linden kleiner und schwächer ist, ist zu vermuten, dass die beiden Bäume gleich alt sind.
Bei den Germanen galt die Linde als heiliger Baum. Ob die Germanen die Linde tatsächlich der Göttin Freya zugeschrieben haben, ist nicht eindeutig belegt.  
September   „Schmies Linden“ auf der Schüttelhorst
Auf der oberen Schüttelhorst stehen am Wegesrand zwei Linden. Die beiden markanten Bäume, umgeben von Weiden und Äckern, wurden vermutlich in den 30iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gepflanzt. Sie haben in Brusthöhe einen Umfang von ca. 2,50 m. Bis etwa in den 70iger Jahren stand zwischen den beiden Bäumen ein kleiner etwa 1,20 m hoher Bildstock aus Sandstein. Wo der Bildstock verblieben ist, ist nicht bekannt. Stattdessen wurde an gleicher Stelle ein Steinkreuz aufgestellt mit den Initialen "JHS". Das Kreuz ist vor einigen Jahren durch einen Sturm umgestürzt.
Im Frühjahr getrocknete Lindenblüten ergeben einen kräftigen Heiltee, der beruhigend auf die Nerven wirkt. Bei Erkältungen hilft er durch seine schweißtreibende und den Hustenreiz lindernde Wirkung. Jetzt im Frühherbst fallen die ersten Lindensamen von den Bäumen.  
Oktober   "Eichen am Bildstock an der Römerstraße"
An der Ecke Römerstraße / In den Birken wurde im Jahr 1990 von der St. Nikolaus-Schützenbruderschaft Kneblinghausen zwischen zwei bereits dort seit Jahrzehnten stehenden Eichen ein neuer Bildstock errichtet. Er wurde während der Dreifaltigkeitsprozession am 19. Juni 1990 feierlich eingeweiht. Seit dem wird er während der jährlichen Prozession dort Halt gemacht. Die linke Eiche wurde leider beim Sturm Kyrill am 18. Jan. 2007 sehr stark beschädigt. Vom Ort hatte man sich entschlossen, beide Bäume durch neue Eichen zu ersetzen.  
November  "Plumpotten Kastanie"
Plumpotten Kastanie steht an der Südwestseite des Hauses und ist ca. 12 m hoch. Der Baum wird weit über 100 Jahre alt sein. In Augenhöhe verzweigt sich der Stamm in zwei etwa gleich starke Äste.
Die Früchte als kugelige Stachelkapsel umhüllt die braune, glänzende Kastanie.
Die Rosskastanie war im Jahr 2005 der Baum des Jahres. Die Rinde ist dunkelbraun, glatt, im Alter graubraun, borkig und in dünnen Schuppen abblätternd.
Die Blätter sind fingerförmig gefiedert und bestehen aus bis zu sieben Fiedern.
Die Früchte sind besonders für Damwild schmackhaft, weil diese Wildart ebenso wie die Rosskastanie aus Südosteuropa stammt.  
Dezember  "Schmückers Linde"
Schmückers Linde wurde im Jahr 1878 auf dem Hofgrundstück zum "Brunnenweg" gepflanzt. Sie hat in Brusthöhe einen Umfang von 3,65 m und hat eine Höhe von ca. 17 m.
Viele Orte in Mitteleuropa hatten früher ihre Dorflinden, die das Zentrum des Ortes bildeten und Treffpunkt für den Nachrichtenaustausch und die Brautschau war. Anfang Mai wurden häufig Tanzfeste unter diesem Baum gefeiert. Außerdem wurde hier auch meistens das Dorfgericht abgehalten, eine Tradition, die auf die germanische Gerichtsversammlung, das Thing, zurückgeht. Die Linde ist deshalb auch als "Gerichtsbaum" oder "Gerichtslinde" bekannt. *(Wikipedia)