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DepoNIE


Mitte des Jahres 1992 erfuhren die Einwohner von Kneblinghausen, daß die Bezirksregierung in Arnsberg eine Sonderabfalldeponie plant. Ein etwa 40 Hektar großes Gelände im Kneblinghauser Wald war einer von vier noch im engeren Auswahlverfahren verbliebenen Standorte für diese geplante Deponie. Gegen dieses Vorhaben leistete die gesamte Region Widerstand. In Rüthen und Büren wurden Bürgerinitiativen gegen die Errichtung der Giftmülldeponie gegründet. Auf fast allen Grundstücken der umliegenden Ortschaften wurden Protestschilder aufgestellt. Es wurden sehr viele Informationsveranstaltungen durchgeführt, in denen die Absicht der Bezirksregierung weitergegeben und über den Stand des Auswahlverfahrens unterrichtet wurde.

Im geplanten Gelände wurden viele Führungen durchgeführt, die der Bevölkerung klarmachen sollten, wie widersinnig es ist, dort einen 40 Meter hohen Giftberg zu errichten. Der Protest der Einwohner im Großraum um Kneblinghausen fand seinen Höhepunkt in der am 20. September 1992 stattgefundenen Großkundgebung in Arnsberg mit annähernd 8000 Teilnehmern. In einer offiziellen Anhörung des Bezirksplanungsrates der Bezirksregierung Arnsberg Ende August 1992 mußte den Verantwortlichen klar geworden sein, daß der Widerstand noch weiter zunimmt, wenn man von dem Vorhaben keinen Abstand nehmen würde. Im Oktober des gleichen Jahres wurde das Vorhaben von der Bezirksregierung dann zu den Akten gelegt.

Zum Andenken an die erfolgreiche Verhinderung der Giftmülldeponie wurde im Frühjahr des Jahres 1993 durch die Kneblinghauser Bevölkerung auf dem Gelände im Kneblinghauser Wald ein Bildstock errichtet. Dieser Bildstock dient als Erinnerung und als Mahnmal für nachfolgende Generationen, die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten. Anfang September jeden Jahres findet dort ein Gottesdienst statt, an dem auch viele Menschen aus den umliegenden Orten teilnehmen.